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Fachbereich Philosophie

„Ein wunderbares Zeichen dafür, dass der Mensch als solcher ursprünglich philosophiert, sind die Fragen der Kinder.“  -  Karl Jaspers

 

Philosophie gehört zum offiziellen Fächerkanon der gymnasialen Oberstufe der Sekundarstufe II. In der Stadt Brandenburg an der Havel und dem Umland kann es ausschließlich am von Saldern-Gymnasium belegt werden. Bei uns kann es in den Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 gewählt werden.
Es ist ein beliebtes mündliches Abiturfach, kann aber auch schriftlich belegt werden.

Wir unterrichten Philosophie:

Frau Görlitz (Philosophie, LER, Deutsch)

Herr Voigtsberger (Philosophie, LER, PB, Geschichte)

Herr Gerlach (Philosophie, LER, Deutsch)

 

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.

Karl Marx

 

Die Nachdenklichkeit der SuS und das selbstständige Entwickeln und Finden philosophischer Fragen sind das Ziel unseres Philosophieunterrichts.

Als sehr persönliches und kommunikatives Fach steht oft die eigene Meinung und ihre Begründung im Fokus. Um sich selbst zu philosophischen Fragen zu positionieren, werden Argumente diskutiert und der eigene Standpunkt überdacht und formuliert, die Perspektive gewechselt. Wenn wir uns staunend fragen, was denn der Sinn unseres Lebens oder gar des Lebens schlechthin sei, dann sind wir bereits auf dem Weg zur Philosophie.

Alle Menschen haben die Fähigkeit, sich selbst zu

erkennen und vernünftig zu denken.

Heraklit

Was sind denn solche philosophischen Fragestellungen?

Zum Beispiel:
Was soll ich tun? Was ist gutes Handeln? Darf ich das, nur weil ich es kann? Sind Ersatzteil-Klone moralisch legitim?
Was ist der Mensch? Was unterscheidet ihn vom Tier? Kann ein Computer Bewusstsein entwickeln? Haben Menschen das Recht, Tiere zu töten?
Bin ich frei? Was bedeutet Freiheit?
Was ist die beste Gesellschaft, was der beste Staat?

Gibt es einen gerechten Krieg? Ist Kapitalismus gerecht?
Was heißt eigentlich, etwas erkennen? Gibt es eine Wahrheit für alle?
Was kann ich sicher und unbezweifelbar wissen?
Worauf darf ich hoffen? Ist Gott tot? Ist alles vorherbestimmt?
Was ist schön? Was ist Liebe?
Was ist Sprache? Wie beeinflusst mich Sprache? Sind die Grenzen meiner Sprache wirklich die Grenzen meiner Vorstellungwelt?

 

 

Die Wahrheiten sind Illusionen, von denen

man vergessen hat, dass sie welche sind.

Friedrich Nietzsche

 

Kurzum: Der Philosophieunterricht befähigt die Schülerinnen und Schülern dazu, sich in einer immer komplexer werdenden, vernetzten und globalen Welt selbstständig zurechtzufinden. Sie sollen sich kulturell und gesellschaftlich in ihr orientieren und zu vernunftorientierten Menschen im Sinne der Aufklärung heranwachsen.

 

Philosophie ist…

  • …übersetzt in etwa „Liebe zur Suche nach der Weisheit“
     

Diese Bezeichnung geht auf Sokrates, einen der ersten Philosophen des Abendlandes zurück. Derselbe Philosoph formulierte auch die weise Einsicht: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Philosophieren heißt nicht nur fragen, sondern auch Antworten suchen und geben.

  • …die „Mutter aller Wissenschaften“

Nach und nach haben sich aus der Philosophie die Einzelwissenschaften erst entwickelt und abgespalten, z.B. die Physik, die Psychologie oder auch die Kunstwissenschaft. Deshalb ist die Philosophie ihrem Wesen nach auch fachübergreifend und fächerverbindend. Egal, ob ich Rechtsanwältin, Krankenpfleger, Wirtschaftsingenieurin oder Arzt werden will, Philosophie gibt mir auf jeden Fall eine vertiefte Allgemeinbildung, kulturelles Hintergrundwissen und ist wichtig für unser Verständnis der Einzelwissenschaften.

  • … nicht erlernbar, sondern nur das Philosophieren

Diese Ansicht vertrat zumindest der Philosoph Immanuel Kant. Im Unterricht werden wir Philosophinnen und Philosophen der Philosophiegeschichte exemplarisch zu Hilfe nehmen, um eigene Fragen und Probleme zu lösen Die Schülerinnen und Schüler lernen aber auch, selbst philosophische Methoden anzuwenden. Das eigene Philosophieren und logische Argumentieren soll eingeübt werden.  

Philosophieren bedeutet zuallererst,

gegen die eigene Dummheit zu kämpfen.

André Glucksmann

 

Was sind typische Methoden des Philosophieunterrichts?

  • Das Sokratische Gespräch
  • Gruppendiskussionen und Diskussionen im Kurs
  • Gedankenexperimente
  • Ethisches Argumentieren und Urteilen
  • Arbeit mit filmischen Umsetzungen philosophischer Themen

 

Beispiele aus dem Unterricht