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unsere Schule - das von Saldern-Gymnasium (Seite 3 von 3)

Was ist eine Schule eigentlich? Einfach nur ein Gebäude?

Mit Leben wird dieses erst erfüllt, wenn Menschen in ihm wirken.

Und das sind vor allem Generationen von Schülerinnen und Schülern und die sie unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer. Somit ist die Geburtsstunde einer Schule gar nicht so einfach zu bestimmen.

 

Aber versuchen wir es einmal...

Das heutige von Saldern-Gymnasium wurde als "Gymnasium Neustadt" mit Beginn des Schuljahres 1991/92 neu gegründet.

 

Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde auch das Schulwesen grundlegend umgestaltet. Es entstanden völlig neue Schulformen, so auch die Gymnasien, welche den Bildungsgang zum Abitur ermöglichen.

 

Bis zum Ende des Schuljahres 1990/91 war der Erwerb dieses Schulabschlusses in der Stadt Brandenburg nur an der Erweiterten Oberschule "Johann Wolfgang v. Goethe" (EOS) möglich.

 

Das neu gegründete "Gymnasium Neustadt" wurde insofern Nachfolger dieser Schule, weil das Gymnasium das Schulgebäude am Wredowplatz ( damals Goetheplatz) mit den darin unterrichteten Schülern der Jahrgangsstufen 9 - 12 übernahm und auch ein Teil des Lehrerkollegiums an diesem Schulstandort verblieb.

 

Da die neue Schulform Gymnasium nun aber Schüler von der 7. Klassen an unterrichtet, reichte das Schulgebäude am heutigen Wredowplatz nicht mehr aus.

 

Als zweiter Schulteil wurde das Gebäude der ehemaligen Polytechnischen Oberschule "Dr. Theodor Neubauer" auf dem fast zwei Kilometer entfernten Domkietz angegliedert. Auch ein Teil der dort unterrichtenden Lehrerrinnen und Lehrer gehörte nun zum Kollegium des Gymnasiums. Komplettiert wurde die Schulgemeinschaft noch durch weitere Lehrer anderer ehemaliger Polytechnischer Oberschulen der Stadt sowie von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 7 - 10, die nun die Möglichkeit nutzen wollten, das Abitur abzulegen. 

 

Erster kommissarischer Schulleiter war Herr Dr. Harry Münchow, ein durch seine Tätigkeit an der EOS vielen Brandenburgern bekannter Latein- und Geografielehrer. Er wurde unterstützt von Frau Barbara Jechow als stellvertretende Schulleiterin.

 

Kontinuierlich wurden auch im Schuljahr 1991/92 wieder Abiturprüfungen abgelegt, 129 Abiturientinnen und Abiturienten aus sechs zwölften Klassen verließen die Schule.

 

Das Schuljahr 1992/93 brachte besondere Veränderungen mit sich hinsichtlich der Dauer der Schulzeit bis zum Abitur - die neue Gymnasiale Oberstufe mit der 13-jährigen Dauer wurde eingeführt. Als Oberstufenkoordinator nahm Herr Thomas Reuß seine Arbeit auf.

 

Nach dem Durchlaufen des entsprechenden Bewerbungsverfahrens und nach Wahl durch die Schulkonferenz übernahm ab dem 01.02.1993 Herr Hanswalter Werner die Leitung der Schule.

 

Im Juni 1993 verließen die letzten Abiturienten - es waren 92 - nach zwölfjähriger Schulzeit das Gymnasium Neustadt.

 

Der Name "Gymnasium Neustadt" war übrigens von der Schulverwaltung vorläufig vergeben worden, weil alle Schulnamen durch die Umstrukturierung der Schullandschaft entfallen waren und dieses Gymnasium nun einfach in der Neustadt Brandenburgs lag.

 

Aber ein neuer Name war schon in Sicht.... Alle Schulen der Stadt erhielten die Möglichkeit, sich ihre endgültige Bezeichnung zu wählen. So wurde auch an unserer Schule diskutiert, welcher Name zukünftig verwendet werden soll.

 

Im Wesentlichen gab es zwei Vorschläge: wieder zum Namen J.W. Goethe zurückzukehren oder einen anderen, sogar über mehrere Jahrhunderte existierenden Schulnamen wieder zu beleben - den des Saldern-Gymnasiums.

 

Die Diskussion in der Schule führte zur Entscheidung der Schulkonferenz, der Stadtverordnetenversammlung den Namen " von Saldern-Gymnasium Brandenburg" zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Am 29. September 1993 wurde der so gewählte Name beschlossen und unsere Schule trägt die offizielle Bezeichnung "von Saldern-Gymnasium Brandenburg, Städtisches Gymnasium".

 

Wie schon erwähnt, wurde der Unterricht an zwei sehr weit voneinander entfernten Schulstandorten durchgeführt. Damit verbunden waren viele "Wanderstunden" von Lehrern und auch Schülern. Die innerschulische Organisation war äußerst kompliziert. Daher suchte die Schule nach einem neuen Gebäude, welches beide Schulteile aufnehmen konnte. Außerdem fehlten besonders für den naturwissenschaftlichen Unterricht moderne Fachräume.

 

Der Hartnäckigkeit der schulischen Gremien von Lehrern, Eltern und Schülern ist es zu verdanken, dass sowohl der Umzug zu einem neuen Standort als auch die Realisierung eines Ergänzungsbaues möglich wurden.

 

Ein Gebäudekomplex in der Franz-Ziegler-Straße wurde von zwei Schulen genutzt: der Grundschule "Theodor Fontane" und der Gesamtschule "Franz-Ziegler". Mit diesen beiden Bildungseinrichtungen wurden im Rahmen eines großen gemeinsamen Umzuges in drei !! Tagen Ende Juni 1995 die Gebäude getauscht.

 

Da die Anzahl der Räume noch immer nicht vollständig ausreichend war, fand ( und findet ) ein Teil des Unterrichts am Wredowplatz statt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um den Kunstunterricht in der Wredowschen Zeichenschule, die dafür hervorragende Bedingungen bietet. Teilweise wurde Unterricht in verschiedenen Fächern im Gebäude der Fontane-Grundschule durchgeführt.Die relative Nähe zum "Stammhaus" in der Franz-Ziegler-Straße erleichtert die Nutzung dieser beiden "Außenstellen".

 

Entstehung_11.jpg Am 7. März 1996 wurde der Ergänzungsbau mit fünf modernen Fachräumen für Biologie, Physik und Chemie sowie zwei weiteren Unterrichtsräumen feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Unterrichtsbedingungen verbesserten sich damit insgesamt deutlich. Die beiden allgemeinen Unterrichtsräume im "Anbau" sind in der Zwischenzeit zu Computerkabinetten für den Informatikunterricht umgebaut worden.

Großes Augenmerk wird ständig auf die allgemeine Ausgestaltung der Schule gelegt.

 

Beim Einzug 1995 renovierten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Projektwoche alle Unterrichtsräume, von fleißigen Helfern mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins wurden die Flure gemalert. Auch die Gestaltung des Schulhofes wurde zu einem besonderen Projekt. Mittlerweile ist ein Teil ansprechend gepflastert, dabei verewigen sich alljährlich unsere Abiturienten mit selbst gestalteten gebrannten Tonsteinen.

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Die Schulhoffläche konnte im Jahr 1999 durch den Abriss des alten Heizhauses erweitert werden.

 

Das nächste große Bauvorhaben war die Errichtung einer neuen Dreifelder-Sporthalle auf dem Platz am Wiesenweg mit Baubeginn im Frühjahr 2002. Diese Sporthalle führte ab dem Schuljahr 2003/2004 zu spürbaren Erleichterungen für den Sportunterricht, da die Schülerinnen und Schüler nicht mehr verschiedene Sporthallen in der Stadt Brandenburg aufsuchen müssen, z.B. die Sporthalle am Messelplatz und bei der Fachhochschule in der Vereinsstraße.

 

Die kleine Sporthalle im Gebäude in der Franz-Ziegler-Straße wird vormittags fast ausschließlich durch die Schüler der Fontane-Grundschule benutzt.

 

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Weitere Bauvorhaben führten in der Zwischenzeit zu einer erheblichen Verbesserung der räumlichen Situation. So konnten im 3. Obergeschoss zusätzliche Gruppenräume geschaffen werden, zwei Räume wurden zu einem großen Medienraum zusammengelegt, eine Schulbibliothek mit Leseraum wurde eingerichtet u.v.m.

 

In den Fluren wurden brandschutzgerechte moderne Zwischentüren eingebaut, nachfolgend wurden und werden die Flure denkmalgerecht renoviert. Eine Zwischenlösung stellte die Arbeit vieler Eltern, Lehrer und Schüler im Rahmen des Projektes "Schöne Schule" dar.

 

Mittlerweile erfolgte im Außenbereich eine komplette Neugestaltung des Schulhofes (im Rahmen des Ganztagsangebotes) sowie die Modernisierung des Sportplatzes am Wiesenweg. Im Gebäude erhielt die Aula moderne Technik, um bessere Möglichkeiten z.B. für Aufführungen der Kurse "Darstellendes Spiel" zu schaffen.


Im Schülercafé wurden aus selbst erwirtschafteten Mitteln moderne Geräte und eine Verkaufstheke nebst Mobiliar angeschafft. 


Das aktuellste Projekt (Realisierung 2009) ist der Einbau einer modernen Schulküche für die Kurse im Ganztagsangebot.