Atelier BareMünze
Atelier BareMünze trifft auf das von Saldern-Gymnasium
„Kennt jemand von euch Frau Ballerstein?“ Mit dieser Frage begann alles in unserer Kunst-AG. Zunächst schüttelten alle den Kopf. „Gut“, sagte Frau Voland, „dann lernen wir sie jetzt kennen.“
Frau Ballerstein ist eine bekannte Künstlerin aus Brandenburg an der Havel. Sie lud unsere Kunst-AG in ihr Atelier ein, um von ihrer Ausstellung zu erzählen, Einblicke in ihre Werke zu geben und uns ihre Materialien zu zeigen. Die Idee begeisterte uns sofort – und so stand schnell fest: Diesen Ausflug machen wir!
Am 29. September 2026 machten wir uns auf den Weg in die Kurstraße 72 zum Atelier BareMünze. Ein wenig aufgeregt waren wir wohl alle, denn wir wussten nicht genau, was uns dort erwarten würde. Schließlich war es für uns der erste Besuch dieser Art. Einer Künstlerin zu begegnen, die in derselben Stadt lebt und arbeitet, in der wir zur Schule gehen und viele von uns auch wohnen, war etwas ganz Besonderes.
Ein Atelier voller Inspiration
Schon beim Betreten des Ateliers wurden wir herzlich von Frau Ballerstein empfangen. Wir verteilten uns auf zwei Räume und wussten angesichts der vielen beeindruckenden Kunstwerke zunächst gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollten. Farben, Formen und unterschiedlichste Materialien machten das Atelier zu einem Ort voller Kreativität und Inspiration.
Zu Beginn kamen wir miteinander ins Gespräch. Frau Ballerstein erzählte von ihrer Arbeit als Künstlerin, während wir ihr von unserer Kunst-AG berichteten. Besonders gefreut hat sie sich über die Arbeiten, die wir mitgebracht hatten.
Zurzeit beschäftigen wir uns mit dem Buch „Ein Baum geht in die Stadt“, das uns als Inspiration für unsere eigenen Kunstwerke dient. Als Frau Ballerstein unsere Bilder sah, konnte man ihr Lächeln und ihre leuchtenden Augen kaum übersehen.
Kreativ werden – ausdrücklich erlaubt!
Ein besonderes Highlight war eine Wand im Atelier, auf der sich bereits viele Besucherinnen und Besucher verewigt hatten. Auch wir durften dort unseren eigenen Beitrag hinterlassen. Ob Augen, Spiderman oder eine leuchtend gelbe Blume – mit den bereitliegenden Stiften wurde ausprobiert, gezeichnet und gelacht.
Natürlich hatten wir auch viele Fragen an die Künstlerin. Besonders spannend fanden wir die Frage, wie viel ein Bild eigentlich kostet. Frau Ballerstein erklärte uns, dass sich der Preis aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt – unter anderem aus der Größe des Bildes, den verwendeten Materialien, der Arbeitszeit und der Erfahrung der Künstlerin bzw. des Künstlers.
Eine weitere Frage blieb uns besonders in Erinnerung: „Haben Sie keine Angst, den Spaß an der Kunst zu verlieren?“
Ihre Antwort beeindruckte uns. Nein, diese Angst habe sie nicht. Es gebe unzählige Materialien und Techniken, die man ausprobieren könne. Gerade diese Vielfalt sorge dafür, dass die Begeisterung für die Kunst immer wieder neu entfacht werde.
Ein Besuch, der nachwirkt
Die Eindrücke waren riesig und die Faszination für die Kunstwerke überwältigend. Vor allem aber wurde deutlich, dass Kunst nicht nur aus fertigen Bildern besteht. Kunst bedeutet auch Neugier, Mut zum Ausprobieren und Freude am kreativen Schaffen.
Kunst bedeutet, sich selbst zu sehen, sich zu fühlen und sich dafür nicht zu schämen, sondern stolz auf das zu sein, was man erschafft. Das gilt für jede Künstlerin und jeden Künstler – ganz gleich, ob groß oder klein.
Kunst ist ein anspruchsvolles Handwerk. Sie bedeutet, für einen Käufer ein Unikat zu schaffen – etwas Einzigartiges, das es kein zweites Mal gibt.
Vor allem aber ist Kunst Liebe: Liebe zu sich selbst. Denn ein Bild muss nicht nur gemalt, sondern auch gefühlt werden.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Ballerstein für den offenen Einblick in ihr Künstlerleben. Danke für die spannenden Gespräche, das Ausprobieren von Materialien und die außergewöhnliche Gastfreundschaft. Dieser Besuch hat uns gezeigt, dass große Kunst manchmal direkt vor unserer Haustür entsteht.
Stefanie Voland – Kunst AG Leiterin