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Erasmus+ Kurzzeitmobilität mit dem lycée Benjamin Franklin in Auray, Frankreich.

Erasmus+ Kurzzeitmobilität mit dem lycée Benjamin Franklin in Auray, Frankreich. (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Erasmus+ Kurzzeitmobilität mit dem lycée Benjamin Franklin in Auray, Frankreich.

Im März hatten wir die Gelegenheit, für zwei Wochen an einem Schüleraustausch in Frankreich, Auray teilzunehmen. Während dieser Zeit lebten wir bei unseren Austauschpartnern Lena und Côme sowie deren Familien. Der Austausch war für uns eine tolle Erfahrung, bei der wir nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessern, sondern auch den französischen Alltag und eine andere Kultur kennenlernen konnten.

 

Am Ankunftstag kamen wir erst relativ spät an. Deshalb hatten wir nicht mehr viel Zeit für Aktivitäten, sondern lernten zunächst unsere Gastfamilien kennen und verbrachten den Abend gemeinsam.

 

Schon am nächsten Tag begann der Schulalltag. Wir durften den Unterricht besuchen und lernten die Freunde unserer Austauschpartner kennen. Alle waren sehr freundlich und haben uns herzlich aufgenommen. Besonders spannend fanden wir es, den französischen Schulalltag aus erster Hand mitzuerleben. Die Schultage waren deutlich länger als in Deutschland und dauerten meistens bis etwa 17 Uhr. Dadurch konnten wir viele Unterschiede kennenlernen und einen guten Einblick in das französische Schulsystem gewinnen. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass Jugendliche trotz unterschiedlicher Schul- und Lebensweisen viele gemeinsame Interessen haben.

 

Nach der Schule machten wir meistens keine großen Ausflüge mehr. Manchmal begleiteten wir Lena zu ihrem Athletiktraining und machten sogar selbst mit. An anderen Tagen fuhren wir nach Auray, gingen dort shoppen oder aßen gemeinsam ein Éclair. Abends verbrachten wir die Zeit mit unseren Gastfamilien. Wir aßen gemeinsam zu Abend, spielten manchmal noch ein Gesellschaftsspiel oder schauten zusammen ein Fußballspiel.

 

An den beiden Wochenenden unternahmen wir verschiedene Ausflüge. Besonders beeindruckend fanden wir die Steine von Menec. Außerdem machten wir einen Spaziergang am Strand von Carnac und gingen am Hafen von Lorient gemeinsam in einem Restaurant essen. Ein weiteres Highlight war der Besuch eines Cross-Wettkampfs, an dem Lena teilnahm. Dabei handelte es sich um die französischen Meisterschaften, was sehr spannend mitzuerleben war.

 

Anfang Juni kamen unsere Austauschpartner Lena und Côme dann für zwei Wochen zu uns nach Deutschland. Nun konnten sie unseren Alltag kennenlernen und erleben, wie Schule und Freizeit bei uns aussehen. Besonders überrascht waren sie darüber, dass unsere Schultage deutlich kürzer sind als in Frankreich. Dadurch hatten wir nachmittags noch viel Zeit, gemeinsam etwas zu unternehmen.

 

Während der Schulzeit nahmen Lena und Côme am Unterricht teil und lernten unsere Freunde und Lehrer kennen. In unserer Freizeit zeigten wir ihnen unsere Heimatstadt Brandenburg an der Havel. Wir waren oft am Strand, gingen Stand-up-Paddling und erkundeten gemeinsam die Stadt. Außerdem begleiteten sie uns zu unserem Training und bekamen so einen Einblick in unseren Sport. Es hat uns viel Freude bereitet, ihnen unsere Heimat zu zeigen. Dabei haben wir gemerkt, dass viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, für jemanden aus einem anderen Land etwas ganz Besonderes sein können.

 

An einem Wochenende machten wir einen Ausflug nach Potsdam und besichtigten den Park Sanssouci. Außerdem fuhren wir nach Berlin. Dort sahen wir unter anderem die Berliner Mauer, den Checkpoint Charlie und besuchten das Mauermuseum. Es war spannend, unseren Austauschpartnern diese geschichtsträchtigen Orte zu zeigen und ihre Eindrücke mitzuerleben.

 

Ein besonderes Highlight des Rückaustauschs war unsere gemeinsame Teilnahme am Havelman-Triathlon. Lena und Emma traten als Team mit Jason an und erreichten sogar den zweiten Platz. Darüber haben wir uns alle sehr gefreut. Dieses gemeinsame Erlebnis wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Rückblickend war der gesamte Austausch eine unvergessliche Erfahrung. Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch viel über die französische Kultur, den Schulalltag und das Leben in einer Gastfamilie gelernt. Gleichzeitig konnten wir erleben, wie Lena und Côme Deutschland wahrgenommen haben und haben dadurch auch unsere eigene Heimat mit anderen Augen gesehen. Besonders wertvoll waren die vielen Begegnungen, die gemeinsamen Erlebnisse und die Freundschaften, die durch den Austausch entstanden sind.

 

Abschließend möchten wir uns herzlich bei Erasmus+ sowie unserer Lehrerin Frau Lüssing bedanken, da diese den Austausch überhaupt erst möglich gemacht haben. Ohne dieses Programm hätten wir viele dieser besonderen Erfahrungen nicht machen können. Der Austausch hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, offen auf andere Menschen und Kulturen zuzugehen. Wir sind sehr dankbar, dass wir daran teilnehmen durften, und würden jedem empfehlen, eine solche Erfahrung selbst einmal zu machen.

 

Emma Nickisch 10L & Emil Heinze 10C

 

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