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Begegnungsstätte Schloss Gollwitz

08.06.2022

In der Zeit vom 30. März bis zum 8. Mai trafen sich in der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz Schüler*Innen aus Brandenburg an der Havel und seinen Partnerstädten Ballerup (Dänemark) und Kaiserslautern (Deutschland). Auch Schüler*Innen der 9L unserer Schule waren an dem Austausch beteiligt, bei welchem es um internationalen Zusammenhalt ging. 

 

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Im Rahmen des „Clips for Europe“-Programms trafen wir Schülerinnen und Schüler am Samstag, dem 30.04., im Schloss Gollwitz ein. Die Begegnungsstätte mit Tradition und einem besonderen Fokus auf internationalen Begegnungen war für diesen Zweck perfekt und bildete das passende Flair. Nachdem die ersten beiden Tage ganz im Zeichen des Kennenlernens gestanden hatten, mit einem gegenseitigen Vorstellen der Partnerstädte sowie Floßbau und weiteren gruppenbildenden Aktivitäten, ging es am Montag mit dem eigentlichen Programm los.  

 

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So diente der Montag als Einführung in das Hauptthema der Begegnung. Mit einem Workshop zu Verschwörungstheorien wurden wir Schüler*Innen in das, durch Ukraine-Krieg und Coronaleugner, aktuelle Thema eingeführt. Hierzu bastelten wir unsere eigenen Verschwörungsmythen, eine absurder als die andere: Von Alien-gesteuerten Elektroautos bis hin zu Zeichentrickfiguren, welche die Weltherrschaft an sich reißen. Als endlich begonnen wurde, die „Clips for Europe“ zu drehen, gab es einige Schwierigkeiten bei der Themensuche: „Am Anfang ist es uns schwergefallen, ein Thema zu finden. Dann haben wir uns aber größtenteils an aktuellen Themen orientiert und versucht, das was uns am wichtigsten ist zu übermitteln. Zum Beispiel Frieden.“, so Paula Sophie Stein. Die Schüler*Innen drehten ihre Clips mit professioneller Hilfe: Eine Betreuergruppe, bestehend aus Schauspielern, Kameramann und Regisseur leistete großartige Arbeit, uns in die Technik und Kunst um Filme einzuweisen. Wir lernten professionelle Drehbücher zu schreiben, mit Kamera- und Mikrofontechnik umzugehen und bekamen praktische Tipps fürs Schauspielern. Am Ende der Woche hatte jede Kleingruppe einen Film produziert. Doch auch die kleinen Kniffe der Nachbearbeitung wurden uns nahegelegt, sodass wir am Ende alle einen gelungenen „Clip“ produziert hatten. Dieser wurde am Freitag dem Oberbürgermeister, Herrn Scheller, sowie unserem Schulleiter, Herrn Brandt, und weiteren Gästen vorgestellt. Jede Gruppe hatte hierzu individuell ein Filmposter gestaltet und sich eine kurze Vorstellung der Filme ausgedacht – mit den passenden Interviewfragen der Betreuer*Innen hatte unsere Filmvorstellung das Flair einer hollywoodreifen Filmpremiere. 

 

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Auch wurde den Schüler*Innen aus Kaiserslautern und Ballerup von den in Brandenburg Ansässigen die Stadt gezeigt: Besonders gut kam das viele Wasser an, was besonders für die Kaiserslauterner Gäste ungewohnt war. Doch kultureller Austausch fand in alle Richtungen statt, wie Pauline aus Kaiserslautern feststellte: „Ich fand es krass, dass die Dänen so überrascht waren, dass wir in der Schule noch Papier und Stifte benutzen: Für uns ist das ganz normal. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass es so viele Wörter gibt, welche bei uns ganz anders heißen als hier im Osten.“ Unsere dänischen Gäste brachten es gut auf den Punkt, denn laut ihnen sei der Zweck solcher Austausche Menschen aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Orten zusammenzubringen und etwas über andere Kulturen und Menschen zu lernen. Auch die Stadt Berlin wurde den nicht-Brandenburgern gezeigt: Für viele war es auch das erste Mal in der Hauptstadt, in welcher wir an einem Workshop über antirassistische Arbeit teilnahmen. 

 

Bei einem Thema waren sich im Übrigen alle Schüler*Innen einig: Was ihnen am besten gefallen hatte. „Mir haben die gemeinsamen Abende und Parties am meisten gefallen“, findet Victoria aus Kaiserslautern. Jeden Abend trafen wir uns um zu feiern und bekamen von den Kaiserslauternern tanzen beigebracht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Schüler*Innengruppe immer enger zusammengewachsen ist und echte Freundschaften entstanden sind. 

 

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Carlotta Gerhard bringt es auf den Punkt: „Ich persönlich war am Anfang noch nicht so begeistert von der Idee eine Woche lang mit, zum Großteil, komplett fremden Leuten zu verbringen, da bin ich ehrlich. Auch die Tatsache, dass man weder die Umgebung kannte noch so wirklich eine Vorstellung von der Zeit dort hatte (im Internet hat man nämlich nichts gefunden) war zugegeben etwas beunruhigend. Und ich gebe zu, der erste Abend war noch sehr abgeschottet von den anderen, wir sind nur in unserer Delegation geblieben. Am zweiten Abend hat man dann aber gemerkt wie jeder auftaut, am Ende mussten die Lehrer uns auf unsere Zimmer schicken. Mit jedem Abend sind wir als Gruppe mehr zusammengewachsen, haben uns mehr vertraut und immer besser verstanden.“ 

 

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Grundsätzlich gefiel die Zeit in Gollwitz allen Beteiligten. Solche Projekte bleiben wichtig, gerade in schwierigen Zeiten und stellen einen guten Ausgleich zum eigentlich so tristen Alltag dar. 

 

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Bild zur Meldung: Begegnungsstätte Schloss Gollwitz

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Begegnungsstätte Schloss Gollwitz (08.06.2022)